Viele Eltern stehen Computerlernspielen anfangs wohl eher skeptisch gegenüber. Sie hegen Zweifel daran, ob sie tatsächlich den Bildungsprozess ihrer Kinder unterstützen oder doch nicht eher für wenig förderliche Ablenkung sorgen. Dies trifft umso stärker zu, je schwieriger der zu bearbeitende Stoff eingeschätzt wird. Die Zweifel mögen verständlich sein, entbehren aber in der Regel jeder Grundlage. Gerade der spielerische Umgang mit dem Bereich Wissensvermittlung erleichtert jungen Menschen den Zugang zu komplex anmutenden Themen enorm, denn je freier und zwangloser Kinder lernen können, desto leichter fällt es ihnen meist, entsprechende Fortschritte zu machen.
Neben dieser Zwanglosigkeit dürfte auch besonders der Faktor Spaß für die positiven Auswirkungen verantwortlich sein, womit allerdings weniger bunte Bilder oder lustige Geräusche gemeint sind, als vielmehr stetig wiederkehrende Erfolgserlebnisse. Anders als in der Schule oder bei den Hausaufgaben werden im Rahmen von Lernprogrammen nämlich bereits kleine Schritte belohnt und dies wiederum spornt dazu an, immer weiterzumachen.
Eine derartige Bestätigung unterstützt darüber hinaus das Selbstbewusstsein der Kinder und steigert so die Freude am Lernen.
Natürlich können Computerlernspiele in keinem Fall ein Ersatz für Lehrer oder die Betreuung durch die Eltern sein, aber sie stellen eine überaus sinnvolle Ergänzung dar, die man nicht unterschätzen oder gar vorverurteilen sollte. In Maßen eingesetzt tragen sie mit Sicherheit dazu bei, die Leistungen zu verbessern und den Einstieg in eine neue Materie zu erleichtern.
Wichtigster Punkt jedoch ist die Tatsache, dass sie schlicht und ergreifend die Motivation der Kinder fördern und ohne regelmäßige Motivation gelingt es selbst dem schlauesten Lerner nicht, dauerhaft am Ball zu bleiben.
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